Die Stadt - Wirtschaft und Infrastruktur

Hamburg hat als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum überregionale Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland. Hamburg folgt laut EU London, Luxemburg und Brüssel mit etwas Abstand in der Liste der Regionen mit dem höchsten BIP der Europäischen Union. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt erreicht Hamburg einen Index bei der Produktion von Waren in 192.2 Punkten und eine Kaufkraft von 202,1 Prozent zum EU-Durchschnitt (2008).

Die Kaufkraft in Hamburg erreicht auch einen Spitzenplatz, als Bundesland liegt Hamburg an erster Stelle gefolgt von Bayern und Hessen. Als Region liegt die Kaufkraft Hamburgs bundesweit ebenfalls mit Abstand auf einem Spitzenplatz, gefolgt von Oberbayern und Darmstadt.

Wichtigste Wirtschaftszweige sind Konsumgüterindustrie, Luftfahrtindustrie (drittgrößter Standort weltweit), Logistik, Chemie, Elektrotechnik, Maschinen- und Schiffbau, Mineralölwirtschaft, Banken, Medien und Versicherungen

Seit 2002 bemüht sich der Senat, mit dem Leitspruch „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ den Wirtschaftsstandort auszubauen und ein langfristiges Bevölkerungswachstum zu erreichen. Als Ansatzpunkt verfolgt der Senat eine kombinierte Strategie aus der Aktivierung endogener Potenziale und der Stärkung Hamburgs internationaler Ausstrahlung (FHH 2001:71). Auf diese Weise entwickelte sich Hamburg auch zum bevorzugten Standort chinesischer Unternehmen in Deutschland, von denen die Stadt 2004 mehr als 300 beheimatete – so viele wie keine andere deutsche Stadt.

2007 betrug die Wirtschaftsleistung im Bundesland Hamburg gemessen am BIP rund 89 Milliarden Euro. Der Schuldenstand belief sich im Dezember 2007 auf rund 21,8 Milliarden Euro. Die Hansestadt Hamburg hat einen Schuldenstand von ca. 12.200 Euro pro Einwohner (zum Vergleich hat die Stadt Frankfurt am Main 2100 Euro Schulden pro Einwohner + 6300 Euro pro Kopf hessische Schulden = 8400 Euro pro Kopf Vergleichsschulden).

Liste der größten Arbeitgeber nach der Anzahl der Beschäftigten (Jahr 2006)
  1. Stadt Hamburg 70 000
  2. Airbus Deutschland GmbH 12 000
  3. Deutsche Lufthansa AG 10 374
  4. Asklepios Kliniken Hamburg 10 200
  5. Deutsche Bahn AG 8200
  6. Deutsche Post AG 5800
  7. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 5600
  8. Hamburger Sparkasse AG 5000
  9. Beiersdorf AG, 4700
  10. Hamburger Hochbahn AG 4303
  11. HHLA 4215
  12. Otto Group 4200
  13. Universität Hamburg 4160
  14. Daimler AG 3906
  15. Rewe Group 3854
  16. Allianz SE Gruppe 3700
  17. Axel Springer AG 3418

Verkehrsanbindung

Schienenverkehr

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Hamburg Hauptbahnhof

Hamburg ist der größte Eisenbahn-Knotenpunkt Nordeuropas. Die Hansestadt kann auf eine lange Eisenbahngeschichte, seit der ersten Strecke 1842, zurückblicken. Im Fernverkehr gibt es die verschiedenen Intercity-Express-Linien, InterCity-Linien bis ins europäische Ausland. So verkehrt einmal täglich ein weiterer Eurocity auf der Strecke Krakau – Berlin – Stendal – Uelzen – Hamburg. Durch Nachtzüge sind unter anderem München, Zürich, Brüssel, Wien und Paris direkt von Hamburg aus erreichbar. Die meisten Fernzüge beginnen und enden noch im Bahnhof Hamburg-Altona. Neben dem Hauptbahnhof existieren des Weiteren die Fernbahnhöfe Hamburg-Dammtor, Hamburg-Harburg und Hamburg-Bergedorf.

Neben zahlreichen Regionalbahn-Linien, die das Hamburger Umland erschließen, bestehen Regional-Express-Verbindungen in Richtung Elmshorn – Neumünster – Kiel bzw. Flensburg – Padborg, Lübeck und Schwerin – Rostock. Ähnliche Angebote bilden die privat betriebenen Metronom-Züge in Richtung Stade – Cuxhaven, Bremen und Lüneburg – Uelzen (– Hannover – Göttingen) und die Nord-Ostsee-Bahn in Richtung Elmshorn – Westerland (Sylt).

Große Bedeutung im paneuropäischen Güterverkehr der Schiene haben die Hamburger Hafenbahn, wo ca. 10 % des deutschen Schienengüterverkehrs beginnt oder endet, sowie der etwas südlich der Stadtgrenze gelegene größte Rangierbahnhof Europas, Maschen Rbf.

Straßenverkehr

Hamburg verfügt über gute Straßenverbindungen im Fernverkehr. Mehrere Bundesautobahnen berühren das Stadtgebiet: die A 1 (im Raum Hamburg zudem als E 22), A 7 (im Raum Hamburg zudem als E 45), A 23, A 24 (im Raum Hamburg zudem als E 26) und A 25. Ferner existieren südlich der Elbe Autobahnabschnitte mit wenigen Kilometern, die als Bundesautobahn 252, Bundesautobahn 253 und Bundesautobahn 255 bezeichnet sind.

Geplant ist eine weiträumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20, die von Prenzlau/Rostock kommend derzeit bei Lübeck endet. Sie soll künftig über das nördliche und westliche Umland Hamburgs durch einen neuen westlich gelegenen Elbtunnel an die seit langem geplante A 26 (Hamburg–Stade) angeschlossen werden. Von dort wird die geplante A 22 durch den Wesertunnel die A 28 und die A 29 anbinden.

Auf Hamburgischem Gebiet verlaufen die B 4, B 5, B 73, B 75, B 207, B 431, B 432, B 433, B 434, B 435 und B 447, die größtenteils radial auf den Innenstadtbereich zuführen; damit wird der Straßenverkehr dort konzentriert, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt. Tangentialverbindungen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs und zur großräumigen Erschließung des Stadtgebietes kamen bisher über Planungen nicht hinaus; es bestehen jedoch drei Ringstraßen, die halbkreisförmig um die innere (Ring 1) und äußere Innenstadt (Ring 2) herum und als Viertelkreis durch die nordwestlichen Außenbezirke (Ring 3) verlaufen.

Vom Hamburger Zentral-Omnibusbahnhof (ZOB) beim Hauptbahnhof bestehen mehrere Fernbuslinien in das In- und Ausland.

Insgesamt verfügt Hamburg über fast 4000 Kilometer Straßen (Aug. 2006) mit etwa 7000 Straßennamen.

Öffentlicher Personennahverkehr

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Bahnlinien im HVV

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird durch ein S-Bahn- und U-Bahn-Netz, das aus sechs S-Bahn- und drei U-Bahn-Linien besteht, bedient. Dabei werden auch verschiedene Vororte erschlossen. Außerdem verkehren im Norden der Stadt die S-Bahn-ähnlichen Züge der AKN, die von (Neumünster) – Kaltenkirchen bis Hamburg-Eidelstedt (– Hamburg-Dammtor – Hamburg Hbf) und Norderstedt Mitte fahren.

Im Rahmen der Entwicklung der Hafencity in der früheren Speicherstadt wird dieses Areal gegenwärtig durch den Neubau einer U-Bahn-Strecke zum Bahnhof Jungfernstieg erschlossen. Die Linie wird als U4 bezeichnet werden und weiter nach Billstedt führen.

Daneben besteht ein gut ausgebautes Stadtbusnetz (auch Metrobusse, Schnellbusse, Eilbusse). Der Hafen wird von Hafenfähren erschlossen. In den Nächten vor Sams-, Sonn- und Feiertagen fahren die Metrobuslinien, U- und S-Bahnen durchgehend (Nachtverkehrsnetz), wobei Randbereiche durch besondere Nachtbuslinien erschlossen werden. Für die übrigen Nächte gibt es ein Nachtbusnetz mit 19 Linien. Die Straßenbahn Hamburg wurde dagegen 1978 eingestellt. Die aktuelle Hamburger Regierung plant jedoch ab 2012 die Wiedereinführung als Stadtbahn.

Alle Verkehrsmittel des Regional- und Nahverkehrs (RE, metronom, RB, S-, U-, A-Bahn sowie Busse und Fähren) können in und um Hamburg mit Fahrkarten des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV), der 1965 als erster Verkehrsverbund der Welt gegründet wurde, benutzt werden. Außerdem sind die Ländertickets Schleswig-Holstein-Ticket, Niedersachsenticket und Mecklenburg-Vorpommern-Ticket sowie das Schönes-Wochenende-Ticket auch für alle Verkehrsmittel des HVV (im Großbereich Hamburg, außer Schnellbus und 1. Klasse) gültig.

Der Personenverkehr im Hafen wird – neben Bus und Bahn – durch sechs Schiffslinien der HADAG erschlossen (hiervon fahren fünf zum Tarif des HVV).

Schifffahrt

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HADAG-Fähre auf der Elbe

Die Niederelbe verbindet Hamburg direkt mit dem offenen Meer, der Nordsee – über Wasserstraßen erreichbar sind die Ostsee (elbabwärts und den Nord-Ostsee-Kanal oder elbaufwärts über einen Teil von Unterelbe, Oberelbe und den Elbe-Lübeck-Kanal) sowie das Hinterland (über Elbe-Seitenkanal und Mittellandkanal verbunden mit dem deutschen Binnenwasserstraßennetz).

Luftverkehr

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Airbus A340 vor der Lufthansa-Technik-Basis

Der internationale Flughafen Hamburg (HAM) ist der älteste noch in Betrieb befindliche Flughafen Deutschlands. Er wurde 1912 eröffnet. Seine Entfernung zu Hamburgs Stadtzentrum beträgt etwa 8 km. Wegen der Lärmbelästigung in den relativ dicht besiedelten Einflugschneisen besteht ein Nachtflugverbot. Der „Hamburg Airport“, wie er offiziell heißt, ist gut mit dem PKW zu erreichen. Seit Dezember 2008 fährt vom Hauptbahnhof die S-Bahn (Linie S1) bis „Hamburg Airport“. Auch einige Buslinien binden den Flughafen an.

Der Flughafen ist mit zurzeit rund 12 Mio. Passagieren pro Jahr (Stand 2006) der viertgrößte in Deutschland. Seit 2005 gibt es wieder interkontinentale Flüge nach Dubai, New York City und Toronto.

Auf dem Werksflugplatz der Airbus Deutschland GmbH (einer Division der EADS) in Hamburg-Finkenwerder – ca. 10 km südwestlich des Hamburger Stadtzentrums – landen neben den dort endmontierten Maschinen der Typen A380 und der Airbus-A320-Familie nur Flugzeuge zur hauseigenen Versorgung, der British Aerospace und kleine Regionalverkehrsflugzeuge, die Werksangehörige von und nach Toulouse bringen.


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Info

  • Stadtgliederung: 7 Bezirke mit
    105 Stadtteilen
  • Höhe: 6 m ü. NN
  • Fläche: 755,264 km²
  • Breitengrad: 53° 33′ N
  • Längengrad: 10° 0′ O
  • Postleitzahlen: 20001–21149, 22001–22769
    (alt: 2000, 2050, 2100–2104)
    27499 (alt: 2191)
  • Kfz-Kennzeichen: HH
  • Einwohner: ca. 1.777.373
  • Bevölkerungsdichte: 2.348 Einwohner pro km²
  • Gemeindeschlüssel: 02 0 00 000